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Maisel-Synagoge

Allgemeine Informationen

Architektonischer Stil Historisierende Stilrichtungen
Wo? Josefstadt

Die Maisel-Synagoge (Maiselova synagoga) ist nicht mehr in Gebrauch, sondern wird seit 1955 vom Jüdischen Museum in Prag (Židovké muzeum v Praze) verwaltet. In ihr befindet sich eine modern gestaltete Ausstellung, die die Geschichte der böhmischen Juden vom 10. bis zum 18. Jahrhundert umfasst. Einen Teil der Ausstellung bildet auch die einzigartige Verfilmung des Langweil-Modells von Prag im 19. Jahrhundert, welches im Museum der Hauptstadt Prag (Muzeum hlavního města Prahy) im Stadtteil Florenc ausgestellt ist. Besucher haben hiermit die Möglichkeit, sich mit den verwinkelten Gassen, den Synagogen und altertümlichen jüdischen Häusern vertraut zu machen, die aus der Zeit vor der Sanierung der ursprünglichen Jüdischen Stadt, Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts, stammen.

Das einst größte und prunkvollste Gebäude der Jüdischen Stadt Prags trägt den Namen seines Gründers, Mordechaij Maisel, berühmt als Primas der jüdischen Stadt und Jude am Hofe des Kaisers Rudolf II. Dieser erhielt vom Herrscher für den Bau der Synagoge 1591 ein besonderes Privileg. Zeit seines Lebens diente die Synagoge ausschließlich als privates Heiligtum, der Öffentlichkeit wurde sie erst nach seinem Tod zugänglich gemacht. Der letzte Gottesdienst fand hier 1941 statt.

Die Maisel-Synagoge wurde mehrmals umgebaut. Das ursprüngliche Renaissance-Gebäude brannte 1689 fast vollständig nieder und musste verkleinert werden. Der Eingang befand sich ursprünglich da, wo heute der Altar steht. Ihr heutiges neogotisches Aussehen erhielt sie während des Umbaus Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der erwähnten Sanierung.

Sollten Sie sich zu einem Besuch dieser Synagoge entschieden haben, benötigen Sie eine Eintrittskarte für das Jüdische Museum (Židovský muzeum), welche Ihnen gleichzeitig Zutritt zur Spanischen Synagoge (Španělská synagoga), Pinkas-Synagoge (Pinkasova synagoga), Klausen-Synagoge (Klausova Synagoga), zur Zeremonienhalle und zum Alten Jüdischen Friedhof (Starý židovský hřbitov) gewährt. Eintrittskarten, die nur für die Maisel-Synagoge gelten, sind leider nicht erhältlich.

Es ist auch möglich, diese Synagoge mit einem unserer deutschsprachigen Reiseführer im Rahmen einer Privatführung durch die Prager Synagogen zu besichtigen. Auf diese Weise können Sie noch einiges mehr über die Geschichte der Prager Juden, ihre Traditionen sowie ihren Alltag erfahren.

Unser Geheimtipp

Heute ist die Maisel-Synagoge womöglich die schönste Synagoge im Stadtteil Josefov. In den Jahren 2014-2015 wurde sie umfassend renoviert und modernisiert und mit barrierefreiem Zugang sowie audiovisueller Technologie ausgestattet, die den Besuch der Synagoge noch um einiges angenehmer machen.

Alicia
maskot agp

Adresse

Maiselova synagoga Maiselova 63/10 Praha 1 – Josefov 110 00
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